Heilpraxis Mutter & Kind
Heilpraxis Mutter & Kind

Mein Kurskonzept "Babyschwimmen" 

Unter dem Begriff "Babyschwimmen" versteht fast jeder Kursanbieter etwas anderes. So haben auch wir unseren ganz eigenen Ansatz entwickelt, der inzwischen seit mehr als 16 Jahren als Fachfortbildung für medizinisch-pädagogische Berufsgruppen anerkannt und sehr erfolgreich unterrichtet und praktiziert wird.

 

Wir wollen dem Baby einen Erlebnisraum schaffen, den es in seinem eigenen Tempo und nach seinen eigenen Neigungen erfahren kann. Das bedeutet, dass wir Eltern & Kind nicht "entertainen", sondern Eltern zunächst  die physiologisch richtigen Griffe und altersgerechten Übungen zeigen, damit sie sich wohl und sicher mit ihrem Baby im Wasser aufgehoben fühlen. Dem Baby wollen wir dabei ein Spielfeld zeigen, wo es zu seinen eigenen Bewegungsabläufen angeregt wird, ohne es von vorneherein in bestimmte Richtungen zu drängen. Schon ein neugeborenes Kind hat seine eigenen - ganz individuellen - Bedürfnisse in seiner Herangehensweise an neue Erfahrungen: manche Kinder beobachten oft sehr lange, bevor sie selbst ins Tun kommen, wieder Andere stürzen sich in jede Erfahrung ohne sich lange mit Beobachtungen aufzuhalten. Auf diese Besonderheiten wollen wir eingehen. 

Ein babygerechtes Angebot im Wasser anzubieten, bedeutet daher für uns, auf alle zusätzlichen und unserer Meinung nach auch unnötigen Reize wie Musik oder Gesang zu verzichten, da hier schnell eine Reizüberflutung entstehen kann und die Babies in ihrer Aufmerksamkeit von der Wassererfahrung eigentlich nur ablenkt. Mit allen Haltungen und Übungen machen wir dem Baby (und natürlich den Eltern ☺) die passenden Balance- und Bewegungsangebote. Ein weiteres Ziel unserer Kurse ist, die Eigenständigkeit des Babies im Wasser zu unterstützen, indem es z. Bsp. lernt, sich selbst am Beckenrand zu halten. Durch geordnetes, d.h. medizinisch korrekt durchgeführtes (!) Tauchen wird auch der Unterwasserraum für das Baby erfahrbar und einschätzbar gemacht. Immer wieder machen wir dabei die Erfahrung, wie schnell ein Baby beginnt, sich eigenständig aus seiner alleinigen Kraft im/unter Wasser fortzubewegen, wenn es das Wasser "begriffen" hat. Gerade die langsame und achtsame Herangehensweise am Anfang fördert dies sehr stark.

Gemeinsame Gruppenspiele und Rituale setzen wir erst ein, wenn das Baby sich hierfür tatsächlich auch interessieren wird. Ein 10 Wochen alter Säugling begrenzt sich selbst auf die Verbindung zu Mama/Papa und das Wasser zu erfahren. Erst im Laufe der Zeit werden die anderen Menschen im Wasser interessant....

 

Ganz bewusst verzichten wir auf den Einsatz von Schwimmflügeln/Schwimmscheiben an den Armen; diese verhindern die natürliche Fähigkeit des Babies, sich auf dem Wasser auszubalancieren. Auch aus physiologischer Sicht sind Auftriebsmittel an den Armen eigentlich erst für Kinder geeignet, deren Rückenmuskulatur sich aufgerichtet hat (d.h. das Kind kann bereits sicher laufen!).

Wir finden diese Schwimmhilfen vollkommen ungeeignet - sowohl für Babies als auch für Kinder! In keinem unserer Programme werden daher solche Auftriebsmittel benutzt.

Erst wenn ein Baby soviel Sicherheit und Verständnis im und vom Wasser hat - und bereit ist (!) sich aus den sicheren Armen von Mama/Papa ein Stück fortzubewegen, setzen wir Auftriebsmittel ein. Aber auch hier ist uns wichtig, keine falschen Sicherheiten zu vermitteln. Das bedeutet, dass wir nur Auftriebsmittel verwenden, an denen das Baby sich selbst mitsichern kann und muss. Hier setzt bereits im frühen Alter ein Lern- und Bewusstseinsprozess ein, der einem Säugling die "richtige Botschaft" vermittelt und sowohl alters- als auch entwicklungsgerecht zu großer Eigenständigkeit im Wasser führt. 

 

Unser Kursangebot baut aufeinander auf; wir teilen Kinder nicht nach Alter in Schwimmgruppen ein, sondern nach Wassererfahrung. Im Alter zwischen ca. 3-8 Monate beginnen alle Kinder mit dem sogenannten "Anfängerkurs", weil hier bestimmte Grundlagenerfahrungen gemacht werden, die für alle Kinder gleich sind. Babies, die erst spät mit dem Schwimmen beginnen, teilen wir - nach individueller Beratung - entsprechend ein. Der Reiz dieser (begrenzten) Altersdurchmischung liegt darin, dass Babies ab dem Moment, wo sie ihr Umfeld wahrnehmen und mit einbeziehen, sich auch orientieren. Dabei schauen die drei Monate alten Babies den größeren, vielleicht schon 5-6 Monate alten Babies ab. Umgekehrt ist immer wieder festzustellen, dass die "Großen" den kleineren Babies gerne zeigen, was sie können. Dies ist ein natürlicher Entwicklungsvorgang, den wir bewusst fördern wollen. Viel wichtiger bei der Kursauswahl erscheint uns, dass der Kurs zum Wach- und Schlafrhythmus des Kindes ausgewählt wird. Hier beraten wir die Eltern natürlich gerne bei Unsicherheit, welcher Kurs am besten passt.

 

Last but not least: im Mittelpunkt all unseres Tuns steht, die gemeinsame Freude & das Vertrauen im Wasser zu erleben!

Mein Kurskonzept "Eltern-Kind-Schwimmen"

Ab dem 2. Lebensjahr beginnt unser Kursprogramm des sogenannten "Eltern-Kind-Schwimmens". Hierbei gibt es drei altersaufbauende Kursstufen. 

Wie schon im Babyschwimmen ist uns wichtig, dass die Kinder in ihrer Eigenständigkeit und Eigenkompetenz gestärkt und unterstützt werden. 

Die Kinder in diesen Altersstufen erleben sich sehr deutlich in der Gruppe und definieren sich bereits ihren eigenen Platz in der Gruppe. Durch gemeinsame Spiele und Rituale schaffen wir hierfür den Rahmen; ebenso wichtig, ist für das Kind aber auch "sich selbst" zu erleben; es ist also wichtig, immer wieder individuelle Experimentierräume im Rahmen der Kursstunde zu schaffen. Wir versuchen, unseren Schwimmeltern viel Sicherheit über den richtigen Umgang im Wasser an die Hand zu geben und gute Wegbegleiter zu sein im Erkennen, wo das Kind in seiner Wasserentwicklung gerade steht und die passenden Anregungen und Angebote zu schaffen.

Mit zunehmendem Alter, d.h. spätestens in der Kurssstufe Eltern-Kind-Schwimmen 2 (ab ca. 2 1/2 Jahre) werden Gruppenregeln und Sozialverhalten in der Gruppe im Wasser immer wichtiger. Hier geht es also nicht nur um eine nette Stunde mit Mama/Papa im Wasser, sondern auch für das Kind, was es bedeutet, mit anderen Kindern (& Eltern) gemeinsam zu erleben und das Kind im Rahmen der altersentsprechenden Möglichkeiten spielerisch dahin zu führen, Rücksicht auf die eigene Sicherheit und auch das Tun der Anderen zu nehmen. 

 

Bereits am Übergang von Eltern-Kind-Schwimmen 1 zum Eltern-Kind-Schwimmen 2 beginnen viele Kinder sehr frei und eigenständig ohne oder mit wenig Auftriebsmittel zu schwimmen. Dies schafft ein enormes Selbstbewusstsein und große Eigenständigkeit. Dies kann ein Kind für sich nur erreichen, wenn es sich selbst (und seiner Selbst) sehr sicher fühlt. Dies erreichen wir zunächst durch einen klar vorgegebenen Rahmen. So gibt es Grundregeln, die den Kindern genau die Grenzen vermitteln, die ihnen ein Gefühl von Sicherheit geben. Auch ist das Einhalten der kindlichen Grenzen sehr wichtig und gehört zu diesem Rahmen dazu! Ein Kind, das z. Bsp. viel Angst zeigt, nass gespritzt zu werden, muss erst einmal erleben, dass hierauf Rücksicht genommen wird, bevor es sich (spielerisch) öffnen kann, eine neue Erfahrung zu verarbeiten. Erst wenn das Kind darin vertrauen kann, wahrgenommen zu werden, kann es sich zu einer Grenzerweiterung öffnen!

 

Hilf mir, es selbst zu tun (Maria Montessori)

 

Das Eltern-Kind-Schwimmprogramm ist ein kontinuierlich aufbauendes Konzept, das Kinder bis zur kompletten Eigenständigkeit führt, deren krönender Abschluss sozusagen das Kinderschwimmen (ohne Eltern) ist. Da die Kinder unseres Eltern-Kind-Schwimmprogrammes oft schon das erste Schwimmen gelernt haben, wechseln sie meist direkt in den Aufbaukurs beim Kinderschwimmen - die "Perlentaucher".

Hat ein Kind erst einmal begonnen, diese Schwimmentwicklung aufzunehmen, sollte das Schwimmprogramm möglichst ohne Unterbrechung fortgesetzt werden, um das Kind in seinen Lernrhythmen zu unterstützen. Einen Lernprozess zu unterbrechen, bedeutet für die Kinder oft, in ihrem Tun nicht wahr- und ernst genommen werden. Auch wird ihnen damit die falsche Botschaft bezüglich sinnvollem Lernverhalten vermittelt. Dies gilt in besonderem Maße ab der Kursstufen Eltern-Kind-Schwimmen 2 und 3 und natürlich auch dem Kinderschwimmen.

 

Manche Kinder kommen mit großen Unsicherheiten, andere Kinder mit großem Erlebnisdrang - was Allen gemeinsam ist: wenn sie erst einmal "angekommen" sind, beginnen sie, ihre Schwimmentwicklung voran zu treiben. Unterbrechungen durch immer wieder mal Kurszüge auszusetzen, sind daher aus der Perspektive des Lernprozesses für das Kind sehr unbefriedigend und sollten bestmöglich vermieden werden (s.o.). Gerne beraten wir Eltern hier, wie eine für sie und ihr Kind sinnvolle Planung aussehen kann.

 

 

Eltern-Kind 1 ab 15 Monate: 

Gemeinschaftsspiele - zielorientiertes Schwimmen mit Auftrieb -  Rutschen & Springen von verschiedenen Höhen - Tauchen - Ausbau des Gleichgewichtssinns - Einsatz von verschiedenen Auftriebshilfen

 

Eltern-Kind 2 ab ca. 2,5 Jahren:

Erlernen der ersten Schwimmkoordination/Vorschwimmlernkurs - Gemeinschaftsspiele und Übungen - Sozialverhalten im Wasser - Vertrauen zum Wasser und den eigenen Fähigkeiten - Eigenständiges Tauchen - Selbstrettung - Rückenlage - eigenständige Distanzen ohne Auftrieb

 

Eltern-Kind 3 ab ca. 3,5 Jahren (kombinierbar mit Geschwisterschwimmen):

Schwimmvorbereitungskurs - Erlernen weiterer Schwimmkoordination - Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten zur Stabilisierung der Wasserkompetenz - Erlernen der ersten Schwimmtechniken - eigenständige Distanzen über und unter Wasser - Rückenlage stabilisieren - Tauchspiele

 

 

Mein Kurskonzept "Geschwisterschwimmen"

Hier haben wir ein besonderes Programm geschaffen, das für Eltern ab zwei Kindern verschiedener Altersstufen gedacht ist. Voraussetzung für das gemeinsame Schwimmen ist, dass für jedes Kind eine erwachsene Begleitperson im Wasser teilnehmen muss und das kleinere Geschwister sollte, wenn es noch unter 1 Jahr alt ist, schon Wassererfahrung durch einen Babyschwimmkurs gemacht haben.

Danach kann das gemeinsame Schwimmen in der Familie nicht nur eine sinnvolle Familienfreizeitaktivität sein, sondern das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden sein (nur 1 "Badetag" in der Woche ☺). Das große Geschwister zeigt dem kleinen Geschwister was/wie es geht und die kleinen Geschwister profitieren enorm vom großen Vorbild. Dieser Geschwisterlerneffekt ist nicht nur an Land festzustellen, sondern zeigt sich im Wasser sehr deutlich. 

 

Bei der Gruppeneinteilung orientieren wir uns grundsätzlich an den größeren Kindern, da diese das entsprechende Lern- und Erfahrungsangebot unter Gleichaltrigen brauchen. Selbstverständlich erhalten auch die kleinen Geschwister alters- und entwicklungsgerechte Anregungen. So wird es immer wieder gemeinsame - die ganze Familie - einbindende Gruppenspiele und Rituale geben, als auch altersgetrennte Angebote.

 

Ob ein gemeinsamer Kursbesuch sinnvoll ist oder die Kinder lieber getrennt in entsprechenden Kursen schwimmen, lässt sich meist in einer Beratung klären. Bitte sprechen Sie mich an, wenn Sie hier nicht sicher sind, welcher Kurs am besten zu Ihrer Familie passt!

Mein Kurskonzept "Kinderschwimmen" 

Ebenso wie schon beim Babyschwimmen gibt es unter dem Begriff "Kinderschwimmen" allerlei Unterschiede bei den einzelnen Schwimmschulen - das fängt bei den Altersvoraussetzungen an und setzt sich bei der Auswahl des ersten Schwimmstils als auch der Gruppengröße, Kursdauer, Lernziele und Erteilung von Schwimmabzeichen fort. Daher möchten wir Eltern hier gerne einen genaueren Einblick in unser Konzept geben:

 

Altersvoraussetzung

Als bekennende Fans von der Vermittlung "richtiger Botschaften" denken wir, dass ein Kind bis dahin am besten in Begleitung der Eltern zum Schwimmen kommen sollte!Wir glauben, dass ein Kind frühestens ab dem Alter von 4 1/2 Jahren kontinuierlich (!) in der Lage ist, alleine ohne Eltern zum Kurs zu kommen und sowohl in seinen körperlichen wie geistigen Fähigkeiten, die Anforderungen eines solchen Lernprogrammes erfüllen zu können, ohne es hierfür mental, psychisch oder auch körperlich überfordern zu müssen. 

 

Schnupperstunde

Vollkommen undenkbar scheint uns, das Kind einfach jemand Wildfremden an den Beckenrand zu stellen, damit es hier schwimmen lernt. Zum Schwimmen lernen gehört Vertrauen und sich sicher und wohl fühlen - sowohl für das Kind als auch die Eltern. Um also heraus zu finden, ob für das Kind das "Kinderschwimmen" und welche Kursstufe richtig sind UND um sich schonmal kennen zu lernen, führen wir für Alle, die nicht zuvor das Eltern-Kind-Schwimmen bei uns besucht haben, eine solche Schnupperstunde durch. So kann das Kind schon für sich feststellen, ob es sich wohl fühlt und gerne zum Schwimmen kommt; die Eltern gewinnen einen Eindruck, ob sie uns ihr Kind anvertrauen können und wollen und wir können richtig beraten, was aus unserer Sicht der richtige Kurs für das Kind ist, um ihm gerecht zu werden!

 

Erster Schwimmstil

Wir haben uns für das Brustschwimmen entschieden. Es gilt zwar zugegebener Massen als schwierigste Schwimmart. Dennoch will der Mensch sich vorwärts und vorausschauend fortbewegen. Deshalb haben wir uns für diesen klassischen Schwimmstil entschieden. Das Rückenschwimmen ist unser zweiter Schwimmstil, danach kommt das Kraulen. Auch von den Bewegungsabläufen und der kindlichen Entwicklung erscheint uns dies am sinnvollsten.

 

Gruppengröße

Wir schwimmen bei den "Pinguinen" (=KS-Anfängerkurs) mit max. 5-6 Kindern! Das gibt uns die Möglichkeit, dem einzelnen Kind viel Zeit zu widmen, sehr individuell begleiten zu können und erscheint uns auch hier wieder die richtige Botschaft. Schrecklich die Vorstellung, dass ein Erwachsener (Kursleiter) mit 10 oder mehr nicht schwimmfähigen Kindern alleine in einem für die Kinder tiefen Becken steht, oder?

 

Kursdauer

Unsere Kurse dauern in der Regel 10 Wochen mit 1 Schwimmstunde pro Woche. Das bedeutet, dass wir die Kinder kontinuierlich in ihrer Lernentwicklung begleiten können. Gerade für das frühe Kinderschwimmalter ist das eine zwingende Voraussetzung. Kinder, die schon etwas stabiler und dadurch körperlich "leistungsfähiger" sind, können in einem Intensivkurs, der nur 5-6 Wochen dauert, dafür aber 2 Schwimmstunden pro Woche hat auch gut aufgehoben sein.

 

Wichtig ist, dass ein Kind auch kontinuierlich an seinem Kurs teilnehmen kann, denn hier baut jede Stunde aufeinander auf! Eine regelmässige Teilnahme ist also wichtige Voraussetzung für den Erfolg.

 

Ein Irrglaube ist auch oft, dass ein Kind nach einem Kurs bereits sicher und stabil schwimmen kann; je nach Alter und Vorkenntnis werden hier die Grundlagen gelegt. Viele Kinder schaffen es auch bis zum Kursende, den geordneten Armzug/Beinschlag zu koordinieren und ohne zusätzlichen Auftrieb 1-2 Bahnen zu schwimmen. Aber genauso viele Kinder brauchen hierfür mehr Zeit oder müssen Unsicherheiten überwinden lernen.

Allen gemeinsam ist, dass man nach einem Kinderschwimmkurs noch Stabilisierung benötigt  - und hierfür ist man am besten in einem Aufbaukurs aufgehoben. 

 

Lernziel

Natürlich ist ein klar definiertes Lernziel, den Kindern das Schwimmen zu vermitteln! Aber für uns ist der Weg mindestens genauso wichtig wie das Ziel! Ein Kind muss nicht nur eine geordnete Schwimmbewegung lernen, um schwimmen gelernt  zu haben, sondern auch den verantwortlichen Umgang am und im Wasser, die Rücksichtnahme auf Andere, die eigenen Grenzen erkennen u.v.m. All dies vermitteln wir Kindern im Rahmen unserer Kurse. Und dazu gehört zwingend, dass wir auch respektvoll und achtsam mit der Grenze des Kindes umgehen. Ein Kind soll lernen, sich richtig einzuschätzen; das kann es nur, wenn auch wir ohne Wertung, das Kind wahrnehmen und ihm hier bestmögliche Unterstützung darin geben, sich selbst entscheiden zu können (und nicht gezwungen zu werden!), eine Grenze zu überwinden. 

Kommt ein Kind, das Angst vor dem Untertauchen hat, wird sich die Zeit, die es braucht, um schwimmen zu lernen daran orientieren, wieviel Zeit und Raum es benötigt, um sich auch unter Wasser sicher und wohl zu fühlen! Hat ein Kind DAS gelernt, bringt es viel mehr Sicherheit und Sicherheitsbewusstsein mit und hat eine viel höhere Schwimmkompetenz erreicht, als jeder Schwimmstil ihm vermitteln könnte!

 

Schwimmabzeichen

Oft kommen Kinder zum Kinderschwimmen und sagen: ich will das Seepferdchen machen. Antrieb hierfür ist meist, dass die beste Freundin oder Freund im Kindergarten das Abzeichen schon hat.

Und natürlich nehmen wir das auch ernst und begleiten ein Kind gerne auf diesem Weg. Aber für uns ist das kein erklärtes Lernziel. Schon gar nicht verteilen wir irgend ein Abzeichen, nur damit unsere Erfolgsstatistik stimmt.

Kommt ein Kind mit diesem "Auftrag" zu uns, so werden wir erst einmal mit dem Kind zusammen herausfinden, was für das Erreichen dieses Ziels notwendig ist und uns dann gemeinsam an die Arbeit machen. Kinder wollen sich ihre Ziele auch "verdienen" und das dürfen wir ihnen nicht vorenthalten, indem wir leichtfertig Abzeichen verteilen. 

Auch hier nehmen wir unsere Verantwortung ernst und die Kinder wichtig!

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©2016 Deva B. Doege